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Geschichte des Moments
Ich bereue nichts von Canablyz
(ab 14)

Vor 1000 Jahren wurde ein Fluch gesprochen, seine Erfüllung schickt sich an. Welche Rollen kommen Harry, Hermione und Ron dabei zu? Eine Geschichte über Illusionen und Lügen, Schuld und Unschuld und darüber, wie erbarmungslos das Leben sein kann. Gut und Böse existieren nämlich nicht. Aber die festgefahrenen Definitionen und Vorstellungen darüber haben sich gegen die Wahrheit schon seit jeher verschworen... - ?Leg' dich mit den Besten an, und du stirbst wie alle dann' - Zeit: 1996 / 1997 ... weiterlesen

Zitat des Tages

»Ja, stimmt doch!«, sagte sie. »Und keinen von uns willst du ansehen!«
»Ihr seid es doch, die mich nicht ansehen wollen!«, sagte Harry zornig.
»Vielleicht guckt ihr alle abwechselnd und verpasst euch dabei jedes Mal«, warf Hermine ein und ihre Mundwinkel zuckten.

Harry Potter und der Orden des Phönix, Kap.23

Trimagisches Turnier 2016 ( von )

1. Kapitel: 1) Die Auslosung

Betaleser: Kobold
Anmerkungen des Autors:

Da sich das Team von HPFFA wieder eine nette Herausforderung für uns ausgedacht hat, habe ich mich daran versucht ... auch wenn es mir diesmal echt schwer gefallen ist ins Thema zu finden ... aber na ja, ich hoffe trotzdem, dass ich den Einen oder Anderen mit meiner kleinen Anekdote erfreuen kann ;)

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Trimagisches Turnier 2016

Teil 1 -  Die Auslosung

Ein eindeutiges Klatschgeräusch ertönte vom Lehrerpult im Klassenzimmer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... aber es rührte nicht etwa davon, dass der vorne sitzende Tränkemeister seine Hände aufeinandertreffen ließ, um - ehrlich oder ironisch - jemandem seine Anerkennung zu zollen, sondern vielmehr entstand der Ton, als seine beiden Handflächen auf sein sonst so bleiches Gesicht, welches momentan aber vor Wut leicht rötliche Schimmer auf den Wangen zierten, schlugen. Er verbarg hinter ihnen gekonnt seinen Frust und erstickte auch den Seufzer der Resignation, der ihm entkommen war. Seine aufgeregten Schüler - einige aus allen Häusern, siebter Jahrgang - bekamen davon jedoch eh nichts mit, denn sie waren viel zu beschäftigt mit den großen Neuigkeiten, die heute im Tagespropheten veröffentlicht wurden. Das war auch der Grund für Severus Snapes Situation. Fassungslos schüttelte er den in seinen Händen gestützten Kopf über das Verhalten der sonst noch Anwesenden.

Wie sehr hatte er sich nach dem Ende des Krieges, den er unverhoffterweise überlebt hatte, darüber gefreut, dass seine Reputation schnell wieder hergestellt war und dass ihn die neue Direktorin Minerva McGonagall zum Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und Tränkekunde ernannte, aber nur mehr für die letzten zwei Schulstufen - sodass theoretisch nur mehr Schüler zu ihm kommen sollten, die das auch wollten, denn nach den bestandenen ZAGs mussten die Jugendlichen nur mehr den Unterricht belegen, den sie für ihre Weiterbildung brauchten. So hatte der Ex-Spion seine Lieblingsfächer mit größtenteils interessierten Schülern und auch noch Zeit ein wenig zu forschen und auch einfach einmal zu leben.

Es wurde beschlossen, das letzte Schuljahr aufgrund des Krieges und der Tatsache, dass der Lehrstoff der Todesser nicht sehr „pädagogisch“ war, für Null und Nichtig zu erklären, sodass alle Schüler sich in denselben Klassen wiederfanden, wie im Jahr zuvor - nur für das Goldene Trio war es was ganz neues, denn sie waren ja statt auf Hogwarts auf Horkruxjagd gewesen. Die ersten Klassen waren daher etwas überfüllt, da natürlich trotzdem auch „normale“ Erstklässler hinzukamen, aber es bewegte sich alles im Rahmen des Möglichen.

Und ja - dieses Jahr war prädestiniert etwas ganz Besonderes zu werden, denn endlich befreit von der Dunkelheit war man bereit, wie ein Phönix aus der Asche aufzuerstehen und eine neue und gute Zaubererwelt aufzubauen. Alles hätte perfekt sein können, wenn diese verdammten Thestrale im Ministerium nicht ständig glauben würden, sie müssten irgendetwas tun, um in der Beliebtheit wieder etwas zu steigen. Nun ja - das musste ihnen der Ex-Todesser ja zugestehen - das war ihnen in diesem Falle scheinbar gelungen.

Das begeisterte Glitzern in den Augen seiner Schüler, das aufgeregte Geschnatter, die absolute Unkonzentriertheit - all das war Produkt eines im Tagespropheten veröffentlichten Communiqués des Ministeriums. Der Schwarzäugige schielte zwischen seinen Fingern hindurch auf das vor ihm am Pult liegende Exemplar, welches er vor wenigen Minuten von den Patil-Zwillingen konfisziert hatte. In großen blinkenden Lettern erschlug ihn die Schlagzeile regelrecht:

„DAS TRIMAGISCHE TURNIER WURDE VOM MINISTERIUM MODERNISIERT!!!

ALLE dürfen mitmachen - auch Minderjährige und Lehrer!

Ihre hochgeschätzte Rita Kimkorn, die niemals schläft und der keine Neuigkeit verborgen bleibt, hat aus sicherer Quelle erfahren, dass unser Ministerium beschlossen hat das verstaubte alte Regelwerk des Trimagischen Turniers vollkommen auf den Kopf zu stellen! Damit weder minderjährige Schüler noch erwachsene Lehrer sich benachteiligt fühlen, dürfen sie ab jetzt ALLE mitmachen. Es wird weiterhin dem magischen Feuerkelch die Ehre zuteilwerden die verschiedenen Vertreter der drei größten europäischen Zaubererschulen, Beauxbatons, Hogwarts und Durmstrang auszuwählen - aber es wird nicht mehr nur einen Auserwählten pro Schule geben, denn das wäre für die jüngeren Teilnehmer zu gefährlich. Und es wird, nach dem tragischen Ableben des jungen Cedric Diggory beim letzten Mal - der Tagesprophet berichtete live, dank meiner Wenigkeit und mit Extraausgabe - auch keine lebensbedrohenden Aufgaben mehr zu bewältigen geben (wobei das natürlich im Auge des Betrachters liegt!). Pro Schule werden zwei Wettkampfteilnehmer auserkoren - mit Ausnahme, wenn beide Turnierbestreiter noch minderjährig sind, dann wird sie noch zusätzlich ein Lehrer begleiten, um auf ihre Sicherheit zu achten. Für weitere Details, blättern sie bitte auf Seite 2.“

Snape brauchte die Zeitung jedoch nicht weiter zu lesen, denn er hatte alle notwendigen Informationen schon mehrfach an jeder Ecke gehört, denn es gab seit dem Frühstück, kein anderes Thema mehr - auch keinen Unterricht! Obwohl der eigentlich gar nicht ausgefallen war - jedenfalls nicht offiziell, aber die Schüler schafften es einfach nicht, sich zu konzentrieren. Sie träumten von Abenteuern und Siegerehrungen, schwärmten oder jammerten über die möglichen unterschiedlichsten Konstellationen der Zweier- oder Dreierteams und malten sich die Rätsel aus, die sie in der Muggelwelt zu lösen haben würden. Denn in jedem Land der teilnehmenden Schulen wird je ein magischer Kristall in einer Sehenswürdigkeit versteckt sein, der gefunden gehört. Erst wenn alle drei magischen Kristalle wieder im Ministerium vereint sind, gilt das Trimagische Turnier als erfolgreich beendet - auch wenn der Gewinner schon vorher feststehen wird, denn natürlich gewinnt das erste Team, das seinen Kristall dem amtierenden Minister der Zaubererwelt Englands überreicht. Zu diesem Zweck bekommt jedes Team einen modifizierten Portschlüssel in Form eines Ringes, den einer der Mitglieder an seinen Ringfinger angepasst bekommt und der sie von egal wo, in dem Moment, wo sie ihn mit dem Kristall berühren, ins Ministerium transportiert, wo alle sehnsüchtig auf sie warten werden.

Gerade hörte Severus Hermine Ron erklären: „Dort wird man versammelt sein, um das ganze Spektakel live mitzuerleben - da die Muggelkameras die in allen Großstädten mittlerweile gang und gäbe sind, so verzaubert wurden, dass ihr Bild auf übergroßen Leinwänden in der großen Halle übertragen werden kann.“

So wird jeder Schritt den die Wettkämpfer tätigen mit Spannung verfolgt werden - weshalb die eine oder andere Person heiß diskutierte, welche Garderobe sie verwenden würde, wenn sie die Auserkorene war.

Auf Rons etwas dümmlichen Blick bei Hermines Erläuterung, versuchte Harry ihm verständlich zu machen, was das bedeutete. Aber Snape blendete das Gerede einfach aus und ergab sich in sein Schicksal. Er war nun nicht mehr der gefürchtete Ex-Todesser, sondern ein verehrter Held und auch wenn das im Normalfall auch für gehörigen Respekt sorgte unter seinen Schülern, war es in so einer Ausnahmesituation scheinbar nicht ausreichend … Angsteinflößend war eindeutig besser, resümierte er gedanklich und begann gemütlich seine Zeitung zu lesen, in der Hoffnung, es würde auch noch was anderes drinnen stehen, als alles was dieses dämliche Turnier betraf.

Am Freitag stand der Feuerkelch den ganzen Tag in Hogwarts großer Halle, sodass jeder, der daran teilnehmen wollte, seinen Namen hineinwerfen konnte, sowie es schon die Tage zuvor in den anderen Schulen geschehen ist. Aus Bauxbeaton war eine Erstklässlerin und eine Schülerin aus der vierten bestimmt worden - und da beide minderjährig waren, werden sie von ihrer Lehrerin für Verwandlung begleitet. Aus Durmstrang war ein Schüler aus der dritten und einer aus der siebenten Klasse gewählt worden. Für England wurde, nach einem aufregenden Tag voller Spekulationen, zuerst ein Zettel mit dem Namen Lavender Brown vom Feuerkelch ausgespuckt und anschließend Severus Snape.

„Das ist vollkommen unmöglich!“, schrie dieser aufgebracht, nach Verkündigung seiner Wenigkeit - doch es ging in dem tosenden Applaus unter. Die Schülerschaft war außer Rand und Band! Ihr „Haus und Hof Held“ höchstpersönlich war ihr Auserwählter, um das Trimagische Turnier zu gewinnen - denn, dass er als Sieger aus diesem Wettkampf hervortreten würde, daran zweifelte hier niemand.

Als der Beifall endlich abflaute, konnte Severus seine Mitstreiterin hören, wie sie, mit einem sehnsuchtsvollen Blick Richtung eines Rotschopfes, vernehmlich murmelte: „Ich hatte so gehofft, dass Won-Won mein Partner wird.“ Die umstehenden Lehrer klopften ihm wohlwollend auf die Schultern und beglückwünschten ihn.

„Du bist mir einer, Severus“, rief Hagrid und schubste ihn „kameradschaftlich“, dabei aber so fest, dass er fast vornüberfiel.

„Wieso denn?“ Der Slytherin verstand es nicht - denn er begriff immer noch nicht wirklich, was hier um ihn herum geschah - während er sich den schmerzenden Körperteil rieb.

„Hast du nicht behauptet, dass du das ganze Theater lächerlich findest?“ Zwinkerte Flitwick.

„Ja, das tue ich auch!“, bestätigte der Tränkemeister, heftig mit dem Kopf nickend, sodass seine glatten, schwarzen Harre hin- und herwippten.

„Unser Kandidat! Wer hätte das je gedacht?“, gab Trelawney sphärisch von sich.

„Hättest du es nicht schon wissen müssen?“, konnte ihr schwarzhaariger Kollege sich nicht verkneifen sie mit einem überheblichen, leicht höhnischen Grinsen zu fragen.

„Wann hast du deinen Namen in den Kelch geworfen?“, wollte Minerva wissen.

„Gar nicht!“, empörte sich ihr Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste.

„Ach und wie kommt es dann, dass du ausgelost wurdest?“ Schmunzelte seine Vorgesetzte, ihm eindeutig nicht glauben wollend und zwinkerte - fast so, wie Albus es immer getan hatte.

„Das wüsste ich auch gerne?!“, stieß Professor Snape erbost aus und verschränkte seine Arme vor seiner Brust. Dann drehte er sich schwungvoll um und starrte zornig in die strahlenden, blauen Augen seines gemalten Mentors - dessen überdimensional großes Portrait hinter dem Lehrerpult in der großen Halle hing. Der ließ sich von dem Todesblick nicht erweichen und tat ganz unschuldig.

„Wieso schaust du mich so an? Ich bin nur mehr ein Pinselstrich - ich konnte deinen Namen unmöglich in den Feuerkelch werfen“, verteidigte sich Hogwarts ehemaliger Schulleiter.

„Pah, als ob dich das hindern könnte! Wenn du nicht einen meiner Kollegen oder Schüler bezirzt hast“, bei diesen Worten ließ der Tränkemeister seine eiskalten, schwarzen Augen über die Anwesenden streifen - die alle gleich mal zehn Zentimeter schrumpften, bei diesem anklagenden Blick - und meinte weiter, „dann hast du wahrscheinlich eine Elfe bestochen!“ Regelrecht triumphierend bohrten sich seine Iriden wieder in die mittlerweile ertappt dreinblickenden blauen Augen seines einstigen Vorgesetzten. „Verdammt noch einmal, Albus, wann wirst du endlich aufhören mein Leben zu manipulieren?“

„Wenn du endlich eins hast!“, erklärte ihm Angesprochener bereitwillig und nickte auch noch zur Bekräftigung seiner Aussage, während er - wie sein Gegenüber - die Arme vor der Brust verschränkte.

„Grmpf“, kam es empört von Snape zurück - doch auch diese Äußerung ging im steigenden Lärmpegel unter, denn mittlerweile konnte sich kaum noch jemand das Lachen verkneifen.

„Egal“, meinte Minerva breit grinsend, „wie es dazu kam - du bist, gemeinsam mit Miss Brown, unser Auserwählter. Also sieh zu, dass ihr gewinnt!“

In diesem Moment spuckte der Feuerkelch ein letztes Los aus, welches Lavender auffing und laut verlas: „Dort wo der wahre König thront, dort der Beginn der Reise wohnt.“


 

tbc

Nachwort:

Und ... konnte ich euer Interesse wecken?

Tja - schade, dass ihr vom Forum her schon wisst wohin sie müssen, denn ich hätte gerne gewusst, ob ihr den Hinweis gut findet oder nicht ... also einer Schnitzeljagd würdig oder nicht - ich finde es nämlich echt schwierig mir diesbezüglich etwas einfallen zu lassen ...

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Sonorus
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