Anmelden
Eingeloggt bleiben
Spenden

Das HPFFA hat keine Werbung. Damit das so bleiben kann, brauchen wir eure Spenden um unseren Server zu bezahlen.

Geschichte des Moments
So könnte es im schönsten Fall sein von Siska Coda
(ab 16)

Harry hat ein kleines Problem und will es seinem Liebsten aus Angst nicht sagen. Dieser kommt aber doch dahinter...

Zitat des Tages

Dem Ende dieses Vortrags folgte ein leicht überraschtes Schweigen, dann sagte Ron: »Das kann doch ein Mensch nicht alles auf einmal fühlen, er würde ja explodieren.«
»Nur weil du die Gefühlswelt eines Teelöffels hast, heißt das nicht, dass es uns allen so geht«, sagte Hermine gehässig und nahm ihre Feder wieder zur Hand.

Harry Potter und der Orden des Phönix, Kap.21

Ein trimagisches Drama ( von )

1. Kapitel: WB

Betaleser: Maggy
Anmerkungen des Autors:

Puh, ich habe ewig keine FF mehr geschrieben. Sorry, wenn ich etwas eingerostet bin. ;)

3 Reviews

„Glaubst du, wir werden ausgelost?“

„Darf man sich eigentlich aussuchen, mit wem man ein Team bildet?“

„Hoffentlich, stellt euch mal vor, ihr werdet mit McGonagall losgeschickt!“

Draco Malfoy warf seinen ungewöhnlich schwatzhaften Slytherinmitschülern einen ungnädigen Blick zu. Theodore Nott und Daphne Greengrass, Notts derzeitiges Anhängsel, verstummten sofort. Blaise Zabini, der sich ebenfalls am Gespräch beteiligt hatte, tat so, als hätte er Dracos Blick nicht bemerkt und redete ungerührt weiter. „Ich habe mich genau deswegen erst gar nicht angemeldet. Nichts ist es wert mit einem Schlammblut zusammenarbeiten zu müssen. Stellt euch vor, euer Bild auf ewig im Pokalzimmer, Seite an Seite mit Granger!“

Fast spöttisch lächelte Blaise bei diesen Worten Draco an, der sich sehr wohl angemeldet hatte. Der Malfoy-Erbe dachte gar nicht daran zuzugeben, dass er über diese Möglichkeit gar nicht nachgedacht hatte, auch wenn ihm jetzt bei dem Gedanken ein Schauer über den Rücken lief.

„Ich glaube kaum, dass es als Qualifikation für die Teilnahme am Turnier ausreicht, eine wandelnde Bibliothek zu sein“, erwiderte Draco steif und warf Blaise einen hoheitsvollen Blick zu, den sein Mitschüler ungerührt hinnahm.

„Selbst wenn dem so wäre, willst du stattdessen lieber, dass deine Kinder später dich und das kleine Weasley-Schlammblut Arm in Arm bewundern dürfen?“

Auf diese äußerst empörende Aussage konnte Draco keine Antwort mehr geben, denn die magisch verstärkte Stimme Albus Dumbledores war plötzlich in der Großen Halle zu hören. Er hatte sein übliches gutmütig-debiles Lächeln aufgesetzt und redete über Tradition und Neuerung beim Trimagischen Turnier. Draco hörte nicht zu. Vor der Anmeldung hatten alle potenziellen Kandidaten erfahren, wie das Turnier dieses Mal verlaufen würde.

Auch die anderen Slytherins blickten mit teilnahmslosen oder ungeduldigen Blicken zum Schulleiter. Sie wollten wissen, wer am Turnier teilnehmen würde, nicht was Dumbledore selbst von den neuen Regelungen hielt! Als der Schulleiter schließlich geendet hatte und den Beginn der Teamauswahl ankündigte, klatschte Draco allein aus dem Grund, weil es endlich losging!

Professor Dumbledore trat mit feierlicher Miene vor und holte die ersten beiden Lose aus dem Feuerkelch, der als Inventar des Turniers dem Erneuerungsdrang des Ministeriums entkommen war, und in altehrwüdigem Glanz auf einem Podest stand.

„Das erste Team bilden …“ Dumbledore ließ sich Zeit, während die ganze Halle gespannt den Atem anzuhalten schien und selbst Draco mit zusammengepressten Lippen gespannt auf die Namen wartete. „Adrienne Marchand und Emma Dupin für Beauxbatons!“

Die Slytherins entließen ihren Atem in einem kollektiven Murren, während am Tisch der Löwen, wo sich die Beauxbatonsschüler überraschend niedergelassen hatten, gejubelt wurde und die selbstzufrieden grinsenden Kandidaten in Richtung Kammer verschwanden. Schon spuckte der Feuerkelch zwei weitere Zettel aus und ließ damit nicht mal Blaise Zabini Zeit, einen zynischen Kommentar zum französischen Team abzugeben. „Das zweite Team wird für Hogwarts antreten und besteht aus Draco Malfoy und Susan Bones!“

Diese Ankündigung hatte einen äußerst interessanten Effekt auf den Tisch der Schlangen. Die Slytherins hatten gerade anfangen wollen, ihrem Kandidaten zuzujubeln, als der Name der Hufflepuff fiel. Nun war der Applaus ein wenig verhalten, als wüssten sie nicht ganz, ob sie Draco zujubeln oder ihm ihr Beileid aussprechen sollten. „Mach sie fertig!“, zischte Theodore.

„Er muss mit ihr gemeinsam durch die Aufgabe kommen, du Idiot“, erwiderte Blaise. Er schien die ganze Situation als einer der wenigen Slytherins amüsant zu finden und schob einen vollkommen reaktionslosen und steif dasitzenden Draco von seinem Platz. „Komm schon, Malfoy! Du kannst doch nicht schon beim Gang in die Kammer scheitern.“

„Eine Hufflepuff“, hauchte Draco nun endlich mit steinerner Miene, die sich plötzlich in ein Abbild purer Empörung verwandelte. „Das können sie nicht machen! Ich werde meinem Vater …“

„Was? Sagen, dass er dem Feuerkelch mit einer Klage drohen soll? Mit Amtsenthebung? Dem Cruciatus?“, unterbrach Blaise spöttisch und schob Draco noch einmal beherzt Richtung Lehrertisch und Kammer. Susan Bones war schon längst auf dem Weg, sah aber aus, als würde sie zu ihrer eigenen Beerdigung marschieren. Draco bemerkte das auch, straffte sich und ging mit hochtrabender Miene an seinen Mitschülern vorbei Richtung Lehrertisch.

„Sieh es so, ein Siegerfoto mit einer Bones ist nicht ganz so schlimm wie mit einer Weasley!“, rief Blaise ihm viel zu gut gelaunt und schadenfroh nach. Draco tat so, als beachte er ihn nicht, nahm sich aber vor, dass er dringend mit seinem Vater über das vorlaute Verhalten der Zabini-Familie sprechen musste.

Erst als Draco in der Kammer angekommen war und die dicke Holztür hinter ihm ins Schloss fiel, wurde ihm bewusst, dass dröhnender Applaus ihn bis hierher begleitet hatte. Hier drin war es still. Nicht einmal die Namen des nächsten Teams bekam er mit.

Susan Bones hatte nahe am Kamin Platz genommen und starrte in die Flammen. Die französischen Champions hatten sich in eine dunkle Ecke zurückgezogen und flüsterten auf Französisch. Draco warf ihnen einen finsteren Blick zu, beschloss aber, dass sie seiner Aufmerksamkeit nicht wert waren. Er setzte sich etwas entfernt von Susan ebenfalls und wartete auf das letzte Championpaar. Das traf kurz darauf ein und für einen kurzen Moment hörte Draco noch einmal den donnernden Applaus von draußen. Hinter den beiden traten Dumbledore und die Juroren in die Kammer. „Wundervoll!“, rief ein Mann namens Cetus Milford begeistert und klatschte in die Hände. Laut Dumbledore war Milford für die Ausrichtung des Turniers verantwortlich, eigentlich Ministeriumsangestellter, natürlich Juror und versehen mit einer nicht ertragbaren Ähnlichkeit zu Gilderoy Lockhart. Wie Lockhart schien Milfoy nur aus sorgfältig frisiertem Haar - in diesem Fall blond -, einem breiten, strahlend weißen Lächeln und viel zu viel Selbstlob zu bestehen.

„Das haben wir wirklich ganz toll hingekriegt“, sagte er prompt in diesem Moment und klopfte sich doch tatsächlich selbst auf die Schulter. „Wundervoll, ganz wundervoll, wirklich.“ Dumbledore räusperte sich und ging an Milford vorbei in die Mitte des Raumes, um sich von dort aus an die Champions zu wenden. Draco betrachtete sie zum ersten Mal näher. Die Durmstrangchampions wurden ihnen als Thea und Magnus Geving vorgestellt. Sie waren Zwillinge und Draco hatte im schummrigen Licht der Kammer Probleme zu erkennen, welcher der beiden blonden Muskelprotze weiblich sein sollte. Für Beauxbatons traten mit Adrienne und Emma zwei Mädchen an. Eine schien schon älter zu sein, vermutlich im Abschlussjahr, und erinnerte ihn von ihrer Art her an Fleur Delacour. Nur waren Adriennes Haare pechschwarz. Emma war das ganze Gegenteil. Etwas gedrungen und mit einem runden Gesicht, wirkte sie eher wie die kleine Schwester von Susan Bones und schien um einiges jünger zu sein.

„Da Miss Marchand bereits volljährig ist“, erklärte Dumbledore gerade, „werden sie und Miss Dupin ohne Aufsicht eines Lehrers am Turnier teilnehmen dürfen. Die anderen Gruppen werden Lehrer aus ihren Schulen zur Seite gestellt bekommen. Um keinen Vor- oder Nachteil durch die Wahl der Aufsichtsperson heraufzubeschwören, haben wir in beiden Fällen Lehrer gewählt, mit denen die betroffenen Schüler bisher wenig zu tun hatten.“ Um Dumbledores Mundwinkel zuckte es, was Draco kein bisschen gefiel. Auch Susan hatte es bemerkt und rutschte jetzt unruhig auf der Bank herum. „Professor … Sie haben unsere Begleitung schon ausgewählt?“, fragte sie nach.

Dumbledore nickte vergnügt. „Wir kannten die Schüler, die sich nominiert hatten und minderjährig waren, also konnten wir für jede Eventualität eine Auswahl treffen. Glücklicherweise eignen sich die Wahlfachlehrer dafür ausgesprochen gut.“ Bei diesen Worten wurde Draco flau im Magen und Susans rundliches Gesicht wurde blass. „Sie werden sich sicher freuen zu hören, dass Professor Trelawney sich bereit erklärt hat, Ihnen beiden zur Seite zu stehen.“

Zum ersten Mal seit ihrer Ernennung, vielleicht zum ersten Mal in diesem Schuljahr, wechselten Draco Malfoy und Susan Bones einen Blick. Und ganz sicher war dies der erste einvernehmliche Blick, den sie je in ihrem Leben miteinander gewechselt hatten. Alles, alles aber nicht Trelawney!

Milford erklärte wieder einmal, wie wundervoll alles war - er kannte die Professorin für Wahrsagen offenbar noch nicht -, Dumbledore gab den begleitenden Professor für das Durmstrangteam bekannt und Draco presste seine Lippen fest zusammen, um nicht sofort nach seinem Vater zu verlangen. „Kommen wir nun zum Ablauf der Aufgabe“, fuhr der Direktor fort. „Dafür brauchen wir die begleitenden Lehrer hier, würden Sie bitte, Milford?“ Der Juror nickte eifrig und überschlug sich fast vor Eifer, möglichst schnell zur Tür zu kommen und die beiden gewünschten Personen heranzuholen. Wenige Sekunden später kam er mit einem hochgewachsenen, aber dünnen Professor aus Durmstrang zurück, der sich zweimal hinter einem seiner Schützlinge hätte verstecken können.

„Tut mir leid, da draußen sitzt keine Professor Trelawney.“ Milfords Stimme klang, als wäre das seine ganz persönliche Schuld und als hätte er damit mindestens den Weltuntergang heraufbeschworen. Doch nicht ganz wie Lockhart. „Sie war vorhin schon nicht in der Halle“, sagte Susan Bones leise. Draco verschränkte die Arme vor der Brust und lächelte spöttisch. „Die Sterne haben ihr vermutlich nicht den richtigen Weg nach unten gezeigt.“ Der Slytherin erntete für den Kommentar einen milde rügenden Blick Dumbledores.

Professor Trelawney erschien nach einigen Minuten, in denen Milford es geschafft hatte, drei Suchtrupps aus Schülern zusammenzustellen, die vergeblich versucht hatten, ernst zu wirken, und schließlich kichernd aus der Kammer verschwanden, in die sie gerufen worden waren. Natürlich fanden die heldenhaften Schüler die Professorin schnell. Sie war da, wo sie eben immer war. In ihrem Turm. „Mein inneres Auge braucht die Einsamkeit, um eine klare …“ Weiter kam die Professorin nicht, denn eine weniger amüsierte Professor McGonagall hatte sich ebenfalls auf den Weg gemacht und drohte ihrer Kollegin, sie notfalls mit einem Schwebezauber nach unten zu befördern. Den Protesten Professor Trelawneys folgte die weitere Androhung eines Knebelzaubers, doch erst, als die Hauslehrerin von Gryffindor mit gezücktem Zauberstab und grimmig-entschlossener Miene auf Trelawney zuging, knickte die Professorin ein und folgte ihrer Kollegin.

Schließlich konnte Dumbledore über die anstehende Aufgabe sprechen, immer wieder unterbrochen von einer jammernden Professor Trelawney, deren inneres Auge offenbar aufs äußerste getrübt war, und einem vergnügten Milford, der jedes zweite Wort Dumbeldores ‚wundervoll!‘ fand.

Draco hörte kaum zu. Er verstand etwas von Kristallen, einer Art Schnitzeljagd und einer herausfordernden Umgebung, die ihnen am Tag der Aufgabe genannt werden würde, aber der Slytherin konnte sich nur auf seine Teamzusammenstellung konzentrieren. Ein Halbblut aus dem Verliererhaus Hufflepuff und eine Professorin als Aufsicht, die selbst jemanden brauchen konnte, der sie auf Schritt und Tritt bewachte. Er würde sein ganzes Können benötigen, um sich in 20 Jahren tatsächlich noch über ein Siegerfoto mit ihm und Susan Bones darauf ärgern zu können.

Einen Review für "Ein trimagisches Drama ~ WB" verfassen

Sonorus
Lade ...
Neuerscheinungen