Wer ist dieses Slytherin Mädchen? by Rejalin [Reviews - 21] Drucker Kapitel oder Story
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Inhaltsangabe:

Harry, Ron und Hermine sind wieder in Hogwarts, um ihr letztes Schuljahr nachzuholen. Ginny ist überglücklich, denn nun sind sie in einem Jahrgang und können viel Zeit miteinander verbringen, getrübt wird ihre Stimmung zunächst nur leicht durch Draco Malfoy, der ebenfalls noch ein Jahr zur Schule geht, aber dann taucht jemand auf, der alles durcheinander bringt... Und schon bald drängt sich ihnen die Frage auf, wer dieses Mädchen aus Slytherin ist und warum sie jetzt erst nach Hogwarts gekommen ist

Warnung: Kein
Genre: Nach Band 7
Charaktere: Ginny Weasley/Harry Potter, Hermine Granger/Ron Weasley, OC
Betaleser: Lea
Anmerkung des Autors:

Ich habe mich fast ausschließlich an Fakten gehalten, da ich finde, wenn, dann muss sich alles logisch aufbauen. Natürlich gehört das HP-Universum J.K.Rowling, ich habe lediglich die Charaktere ausgeliehen und die Handlung erfunden ...

Vielen Dank auch an meine Freundin Lea, dass sie für mich beta gelesen hat!

Es ist ein sonniger Tag Anfang Herbst. Harry und Ginny sitzen in der großen Halle beim Frühstück beisammen. Ginny ist noch immer hell auf begeistert, dass sie, Harry, Ron und Hermine nun in einer Klasse sind, damit die drei älteren ihr verpasstes Jahr nachholen können. Harry sieht sie sich an, ihre roten Haare, ihre schönen Augen und ihr Lächeln. Er kann sich kein anderes Mädchen als Freundin vorstellen. Nach dem Frühstück schlendern sie mit Ron und Hermine über die Ländereien, denn es ist Sonntag.

Hermine sieht sich immer wieder um. „Was‘n los?“, Ron versucht heraus zu finden, wohin sie sieht. „Dieses Mädchen dort, die mit dem dunklen Haar, sie folgt uns schon, seit wir die große Halle verlassen haben. Sie ist seltsam.“ „Die kenn ich!“, ruft Ginny aus, „Sie ist in Slytherin, ungefähr so alt, wie ich, sie ist aber erst seit diesem Jahr hier, ich weiß nicht, wo sie herkommt, ich hab sie nur schon ein paar Mal mit Malfoy gesehen, dessen Freunde sind ja nicht mehr hier.“

Ron grinst düster. „Ja, der ist ja auch noch hier, dass wir den nie loswerden. Aber, dass seine Freunde jetzt nicht mehr da sind, ist gut!“ „Na ja, Malfoy ist eben genau wie wir, im letzten Jahr nicht in der Schule gewesen, Crabbe, Goyle und seine anderen Freunde aber schon, außerdem ist Crabbe ja“, einen Augenblick zögert Hermine, „gestorben, deshalb ist Malfoy nun auch hier, die anderen aber…“, weiter kommt sie nicht, denn sie bemerkt Rons genervten Blick und bricht leicht beleidigt ab. Harry meldet sich nun auch zu Wort, denn er hat das Mädchen angesehen, ihre schwarzen Haare gehen ihr bis zu den Schultern und ihre Gesichtszüge, jedenfalls die, die er auf die Entfernung erkennen kann, geben ihm, zusammen mit der hellen Haut, einen vertrautes Gefühl. Er kann es nur nicht recht zuordnen. „Kommt sie euch auch so bekannt vor? Wo habe ich sie nur schon mal gesehen?“ „In der Schule, denke ich mal“, meint Hermine unbekümmert. "Wenn sie uns noch länger folgt, werde ich sie fragen, was sie will, das ist störend und äußerst seltsam, wenn eine Slytherin uns ständig folgt." „Ja, ich wette, Malfoy hat sie auf uns angesetzt, als Spionin, versteht ihr?“, meint Ron nachdenklich.

Harry weiß es nicht so recht, aber er hat das komische Gefühl, dass dieses Mädchen eine Gefahr ist, der er Ginny nicht aussetzten will. Daher schlägt er vor, wieder in den Gemeinschaftsraum zu gehen. Obwohl Ron offenbar keine Lust hat, die letzten Sonnenstrahlen zu verpassen, folgt er ihnen murrend wieder hinein und siehe da, auch das Mädchen bewegt sich wieder in Richtung Hauptportal. Harry späht immer wieder zurück und ein Blickaustausch mit Hermine genügt, um zu wissen, dass auch sie die Verfolgerin bemerkt hat und skeptisch beobachtet.

Den Rest des Tages verbringen sie im Gemeinschaftsraum und denken darüber nach, warum dieses Slytherin Mädchen ihnen gefolgt ist. Harry grübelt allerdings immer noch eher darüber nach, warum das Mädchen ihm so bekannt vorkommt. Dieses vornehmen Züge, die bleiche Haut, die schwarzen Haare, woher kennt er all dies? Wo hat er das Mädchen schon mal gesehen? Er kommt nicht darauf. Auch nicht, als er am Abend todmüde ins Bett fällt. Er schläft sofort ein und träumt von Ginny und dem seltsamen Slytherin Mädchen. Immer wieder sieht er Ginny, doch wenn er zu ihr gehen will, verwandelt sie sich in das dunkelhaarige Mädchen, das er einfach nicht erreichen kann, da sie immer weiter zu verschwinden scheint, wenn er näher kommt und dann wird sie wieder zu Ginny, die übermütig lacht. Seine Ginny mit den blitzenden Augen. Sie dreht sich um und rennt davon, er rennt ihr nach, da wird sie wieder zu dem fremden Mädchen und rennt schneller und schneller und schneller. Harry verliert das Gleichgewicht und fällt, doch bevor er den harten Aufschlag spürt, wacht er auf und liegt in seinem gemütlichen Bett.

Er gähnt, nimmt seine Brille vom Nachttisch und setzt sie auf. Nachdem er sich angezogen hat, geht er hinunter in den Gemeinschaftsraum, wo Hermine und Ginny bereits sitzen und auf die Jungen warten, damit sie gemeinsam frühstücken können. Nachdem sie noch eine Weile gewartet haben, kommt auch Ron und sie gehen hinunter in die große Halle. Dort sieht er sie sofort. Sie sitzt neben Draco Malfoy, Harrys Lieblingsfeind, am Tisch der Slytherins. Er hatte nur einen kurzen Blick in Richtung Slytherintisch geworfen, doch sie hatte ihn eingefangen, sie starrt ihn an. Er ist sich nicht sicher, ob freundlich, oder hasserfüllt, aber es ist ihm unbehaglich.

Malfoy redet auf sie ein, doch ihre Aufmerksamkeit gilt ganz Harry. Auch Ginny und Hermine fällt dies auf. „Sie starrt dich an, was will sie von dir?“, fragte Ginny mit einem leicht eifersüchtigen Tonfall. „Das wüsste ich auch gerne…“, murmelte Harry. „Wir werden es herausfinden Harry, ganz sicher…“, sagte Hermine leise, „Ich werde sie fragen.“ „Nein, lass mich das machen!“, rief Ginny, „Ich werde ihr klar machen, dass sie uns, besonders dich, in Ruhe lassen soll.“, sie lächelt grimmig.

Harry isst ein wenig, doch dieses Mädchen lässt seine Gedanken nicht los und er ist sehr beunruhigt. Sie hat etwas an sich, was ihn zugleich verwirrt und abschreckt, und noch immer grübelt er darüber nach, warum sie ihm so bekannt vorkommt. Noch bevor Ginny sie in einer der Pausen auftreiben und zur Rede stellen kann, kommt sie zu Harry.

Es ist Mittag, Hermine und Ginny sind gerade in die Bibliothek gegangen, um etwas für ihre Hausaufgaben herauszufinden und Ron wollte noch etwas essen. Harry schlenderte alleine über die Ländereien. Er spielt mit dem Gedanken, Hagrid einen Besuch abzustatten, doch dann sieht er sie. Etwas schüchtern, aber alleine geht sie auf ihn zu. Er bleibt stehen, unschlüssig, wie er reagieren soll. Etwas in ihm will ihn zur Flucht veranlassen, doch seine Neugierde siegt und er wartet, bis sie bei ihm angelangt ist. Sie bleibt etwa einen halben Meter vor ihm stehen und sieht ihn an. Ein Ausdruck von Neugierde steht ihr ins Gesicht geschrieben und einen Augenblick scheint es Harry, ein hasserfüllter Blick gleitet über ihre fast makellosen Züge. Sie lächelt und Harry denkt nicht mehr daran, dass sie gefährlich sein könnte. Eine zarte, weiße Hand wird ihm entgegen gehalten und eine süße, hohe, melodische Stimme sagt: „Hallo, mein Name ist Violet Ri-“, sie stockt, und scheint einen Augenblick zu überlegen, wie ihr Name lautet, „Richard, Violet Richard.“ „Ähm, hallo.“, Harry weiß nicht, was er sonst noch sagen könnte, die Hand hängt noch immer zwischen ihm und dem Mädchen in der Luft, sie nimmt sie nicht zurück, aber er schüttelt sie auch nicht. „Mein Name ist…“, weiter kommt er nicht, denn Violet hat seine Hand ergriffen und er ist verblüfft. „Harry Potter, ich weiß, wer weiß es nicht? Du bist ein Held!“, sie lächelt ihn gewinnend an.

Er spürt einen Kloß im Hals, er hat alle seine Zweifel vergessen, die Augen des Mädchens sind unglaublich schön und er hat das Gefühl, sich in ihnen zu verlieren. „Schöne Augen, so blau.“, stottert er. Sie lacht herzlich und er spürt seine Knie nachgeben, bei dem Klang ihrer Stimme. Er fällt nicht, erst ein paar Augenblicke nachdem er dies realisiert hat, wird ihm klar, warum. Zwei zarte Hände mit den dazugehörigen dünnen Ärmchen, halten ihn unerwartet kräftig fest. Die hellblauen, bezaubernden Augen sind ihm ganz nahe. Einige ihrer schwarzen Haare kitzeln ihn an der Nase. Sie riecht nach etwas, was er nicht beschreiben kann, aber es gefällt ihm gut. Er richtet sich verwirrt auf.

„Geht es dir gut?“, ihre Stimme hört sich besorgt an, „Du bist ganz blass Harry, geht es dir gut?“ „Öhm, ja, ich denke schon…“, Harry sieht sie noch einmal an, sie ist etwa genauso groß, wie er und noch immer kommt sie ihm seltsam vertraut vor.

„Harry!“, es ist Hermine, die da gerufen hat. Violet zuckt zusammen und sieht zu Ginny und Hermine, die sich ihnen nähern. „Bis bald einmal wieder Harry, es war nett, dich kennen zu lernen, aber ich muss los!“, haucht sie und geht eilig davon. Gedankenverloren starrt er ihr hinterher, da reißt ihn Ginnys Stimme zurück in die Realität. „Was wollte sie von dir?“, sie klingt leicht angefasst, ist sie eifersüchtig? „Ich… ich weiß es nicht“, er denkt nach, doch was wollte sie denn nun wirklich? Hatte sie ihn etwas gefragt? „Sie hat sich mir vorgestellt und gesagt, ich sei ein Held, mehr nicht.“, den Teil mit dem Kloß im Hals und den weichen Knien lässt er besser weg, er will nicht, dass Ginny einen Grund hat Violet zu hassen.

„Und wie heißt sie?“, fragt nun Hermine, „Harry, du bist ganz blass, geht es dir gut? Ist noch etwas passiert?“ „Nein, alles in Ordnung, sie heißt…“, er überlegt, „Violet, Violet Richard.“ „Violet Richard? Ich sehe sofort in der Bibliothek nach, wer diese Richards sind!“, Hermine will losrennen, doch es läutet und sie müssen vorerst zurück in den Unterricht. Hermine und Ginny gehen zu Arithmantik und Harry macht sich auf zu Wahrsagen, wo er Ron trifft und ihm erzählt, dass er nun weiß, wie dieses Mädchen heißt, doch nicht einmal seinen besten Freund erzählt er alles, denn Ron ist ja immerhin Ginnys Bruder, er würde wütend auf  ihn werden. Ron findet das Verhalten, das Violet an den Tag gelegt hat, äußerst seltsam. Warum sollte eine Slytherin zu ihm gehen und ihm sagen, er sei ein Held? Ja, warum? Das fragt auch Harry sich fieberhaft, aber eine Erklärung darauf findet er nicht.